Rallye-Tagebuch Tag 11

11. Mai 2010

Spirit of Frankfurt atmet jordanischen Wüstensand

Gestern Abend gegen 21 Uhr, nachdem alle Aufgaben erledigt waren, verlieكen wir Damaskus, um uns ein Hotel nahe der syrischen Grenze zu suchen, denn ab 07:00 werden wir in Jordanien erwartet. Gelandet sind wir Daraa, 10km vor dem ـbertritt. Die Hotelsuche gestaltete sich schwierig, da auch andere Teams auf die selbe Idee gekommen sind, aber da wir auch in Sachen Hotel-Scouting einen echten Pro im Boot haben, haben wir auch hier eine handbreit Wasser unterm Kiel. Somit ist das obligatorische Doppelzimmer diesmal eine Dreibettsuite, ohne Fensterِffnungsmِglichkeit. Egal – das Roadbook und der Blog wurden in der Hotellobby mit 20 anderen Teams und warmem Bier vervollstنndigt. Die nنchste Runde war dann eiskalt, denn unsere stuckbesetzte Unterkunft bot sogar einen Kühlschrank.
Abfahrt 07:00 Uhr, nochmal volltanken, um die letzten Kujambels des Landes loszuwerden. Ganz tolle Idell! An der Grenze wird die Ausreise-Steuer fنllig und so muss der Finanzius nochmal zum Loch in der Wand. Damit büكen wir unsere gute Position im ersten Zehntel ein und werden nach hinten durchgereicht. Ganz so langwierig und nervenzنhrend wie bei der Einreise lنuft’s nicht und wir werden nach zwei Stunden mit einem freundlichen „Welcome to Jordan“ begrüكt.
Hier dauert der Formalienkram nochmals 2 Stunden und wir starten ab zum Wadi Rum. 380 km auf dem Desert Highway, der seinen Namen voll zu Recht trنgt. Seiten- und Gegenwind, der den Spritverbrauch auf das Doppelte steigert und plِtzliche Sandbنnke, sowohl auf der Strasse wie auch in der Luft. Sicht gleich Null. Grobe Richtung Süden, bis die Polizei uns rauswinkt, um uns auf dem, anfنnglich noch als Feldweg zu bezeichnenden, Wüsteneinstieg zu bitten. Die Kaffeefahrt hat abrupt ein Ende. Kamelgeile Steberteams stecken bis zur Stoكstange im Treibsand. Hier hilft kein Navi wie auch keine Klimaanlage. WIR schicken den Chef mit der Funke zum Route-Scouting. Aber auch uns erwischt’s! Einmal falsch abgebogen oder zu langsam, schon liegen die SoFas im Sand. Bei einbrechender Dunkelheit und nach der dritten Ausgrabung per Hand, beschlieكen wir und zwei andere Teams unser Nachtlager in der gemeinsamen Wagenburg aufzuschlagen. Es gibt eiskaltes Bier, dass unser Minister für Zahlungsverkehr organisiert hat, nachdem er versehentlich die Kühlbox bei 45 Grad Auكentemperatur auf Heizen gestellt hat. Dazu Chili-Hühnersuppe und Worscht vom Vadder. Danke and Team Hambajo und die Dreierflotte. Die Lagerfeuerromantik wird durch die Live-Performance unseres Team-Songs unterstrichen. Um 00:00 Uhr sind alle Lampen auf rot und geschafft wird die Taschenlampe ausgeknippst. Ein ausgesprochenes Dankeschِn geht an das OK, dass 500 unvorbereitete Groكstنdter auf so ein Terrain los lنsst. Wenigstens schicken sie uns Beduinen mit ausgezeichneter Wüstenkenntnis und Gelنndewagen. Ohne die Jungs würden wir vermutlich immer noch mit Achsbruch im Nowhere-Land festsitzen. Auch die, vom Pelikan angeschweiكten massiven Motorschutzbleche taten gute Dienste. Sonst würde auch unser ضl in der jordanischen Wüste versickern. Uns wurde schlecht, als sie mit dem Spruch „I drive – no problem“, die mittlerweile so liebgewonnenen Rentner mit Vollgas im 1 Gang über Strauch und Stein und über jedes eingrabgefنhrdende Tiefsandgebiet prügelten. Wenn garnix mehr ging – Seil und Toyota Landcruiser – Dank auch an euch Jungs! „Jalla jalla“

Hier die Bilder dazu:

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