Rallye-Tagebuch Tag 10

9. Mai 2010

Durch die Zeiten, durch die Welten.

Palmyra 07:30, das bestellte Fruehstück faellt erstmal aus, da der Wirt in der Lobby auf der Couch pennt und auch keine Anstalten macht aufstehen zu wollen. Also ist Abfahrt „ohne“ angesagt – Halsparade – Superstart! Murphy ist auch schon früh wach und so schlنgt sein Gesetzt das zweite mal zu. Aus dem Kombi laeuft der Sprit auf den Asphalt. Und jetzt? Der Pelikan hat keinen Schlauch dabei!Probleme gibt es nicht, sondern nur Loesungen. So wird der ortsansaessige Schlaufreparateur aktiviert, der in Windeseile die Loesung für nen Fuenfer installiert. Und siehe da, der Schlauch ist sogar bembel-blau (ps. „from America – very good“) und das Fruehstück auch fertig.
Videotermin bei den alten ueber- und nebeneinander gestapelten Steinen der Tempelanlage von Baal. Die Ueberbleibsel lassen nur erahnen, wie viel Pracht und Prunk bereits vor 2000 Jahren in dieser Tiefebene existiert hat.
Als wir die Stadt verlassen, ist Konzentration angesagt – einmal falsch abgebogen und schon im Iraq! Weiter geht’s auf die Wuestenpiste (Route 66) nach Damaskus. Ankuft 14:00 totales Verkehrschaos, aber dies scheint der Normalzustand zu sein. Wer bremst, verliert und wer die lauteste Hupe hat, gewinnt.
Wir laufen die gesammte Altstadt nach einem Fotolabor für unsere Roadbook-Kamera ab. Im Prinzip war es nicht verwundernswert, dass ein Syrianer nach kurzer Problemschilderung uns an die Hand nimmt und in den 3. Stock des 5. Hinterhofs der 7. Nebenstrasse fuehrt und dort wie selbstverstaendlich dem 73-jaehrigen Foto-Pro erklaert was wir wollen. Bis zur vereinbarten Abholung der entwickelten Fotos um 20:00 gibt’s delikates „Kebbeh on Yoghurt and Rice“, einen Moscheebesuch in der faszinierenden Umayyad Moschee erbaut um 705 nach Christus und einen Lavazza-Cafe auf der Moschee-Piazza aus dem vorgewaermten Pappeierbecher für umgerechnet 3 EUR. Letzteres sprengt unsere WG-Kasse und der Finanzminister geht beim Team 17 erfolgreich betteln…
Wir entschlieكen uns kurzerhand Damskus den Ruecken zu kehren und uns in Daraa einzuquartieren, um uns in die Pol-Position für den für morgen geplanten Grenzuebertritt nach Jordanien zu bringen.

Hier die Eindruecke aus Palmyra und Damaskus.

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