Rallye-Tagebuch Tag 15

22. Mai 2010

Next stop: Totes Meer. Hotels und Tankstellen gibt es wie Salz am Meer, aber leider nur auf der israelischen Seite. So müssen wir unser heutiges Nachtlager im überaus "günstigen" 4-Sterne-Hotel "Dead Sea Spa" aufschlagen.(Handtuch-Leihgebühr, selbst für Übernachtungsgäste: 3€) Einzig das üppige Frühstücksbuffet und der unerwartet kostenlose Zugang zum Meer entschädigt uns ein wenig. Es erwartet uns, ganz wie erwartet: Reinlegen und - ohne untergehen zu können - Zeitung lesen. Wir laufen zur Höchstform auf, als wir uns in perfekter Synchronschwimmer-Manier zum Stern einfinden. Alle bis jetzt noch nicht weggeätzten Hautunreinheiten, werden mit Salz-Schlammpackungen beseitigt. Glatt wie ein Kinderpopo - wieder alles richtig gemacht!

Wir nähern uns nahezu unbemerkt der israelischen Grenze auf 2,5 Meter, als wir begleitet von anderen Pilgern und einem Aufpasserich - besagte Stelle des Jordan aufsuchen, an der einst Johannes der Täufer seine Wirkungsstätte gehabt haben soll. Einen Heiligenschein können wir nicht entdecken, doch aber eine Erscheinung in Form Joe Kellys. Oder seines ebenso viel schwafelnden, verschollenen amerikanischen Bruders, der sich im Jordan taufen lässt.
Die großen Strassen meidend, erklimmen unsere Gemsen jeden Pfad zu zwar kargen, aber wunderschönen Plätzen in Naturschutzgebieten, die zum "Middaach" einladen. Lecker!
Der Location-Scout hat's, wie immer, richtig gemacht! - Wie auch sonst?
Zur Abfahrt noch schnell ein Paar Kinder glücklich gemacht, indem wir einige unserer, immer noch reichlich vorhanden, Kinderbespaßungsbeutel verteilen.
Zum Abend schlägt der Scout fast etwas über die Strenge und bringt uns, im vom Reiseführer ausgewiesenen "besten libanesischen Restaurant ganz Jordaniens", die erste kurze Krise, ob der zu erwartenden Rechnung.
Aber nix - trotz des erhöhten Pinguin-Aufkommens und des sich, auf ganzer Linie, bestätigenden Ruf des "Lebanese House" in Jerash - kaum teurer als sonst. Durch die Schlemmerei verpassen wir unser angestrebtes Ziel - 18:00h in Amman - nur um 3,5h und checken ein ins Hotel zur undefinierbaren Frau.

Amman enttäuscht dann aber doch. Erwartungen, die an die Altstadt Damaskus' mit ihren alten Souks und verwinkelten Gassen geknüpft waren, werden enttäuscht. Mit unpersönlichen Bauwerken, die lieblos in die Hügel geworfen wurden, kann man eben auch keinen Schönheitspreis gewinnen. Dies können auch die wenigen antiken Bauten nicht aufwerten.

Gerade noch eben rechtzeitig entdecken wir im Roadbook die terminelle Abgabeeinschränkung für unsere Autos und fahren um 13:30h auf dem Parkplatz des Regency Palace vor.
Hier stehen nun alle Streitwagen, die es bis hierher geschafft haben, einträchtig nebeneinander und warten auf den Abdecker. Nur  schweren Herzens und mit zwanghaft zurück gehaltenen Tränen, reißen wir uns von unseren treuen Gefährten los und übergeben sie dem WFP. In shallah!

Um die Treue mal etwas zu veranschaulichen, und uns zu bestätigen, daß wir auch bei der Fahrzeugwahl alles richtig gemacht haben, hier eine Auflistung der wenigen Schäden auf ziemlich exakt 6500 Kilometern von Frankfurt nach Amman.

  • lose Zündkerze des Kombis in Bulgarien
  • nur eine Reifenpanne pro Auto
  • maroder und tropfender Benzinschlauch des Kombis in Syrien
  • ein in der Wüste abgerissener Endtopf des Rovers in Jordanien
  • nicht ein Milliliter nachgefülltes Öl
  • gleiches gilt für Kühlwasser, bis zum Rover Schaden
  • die Kupplung der Limousine verweigerte bis zuletzt ihr endgültiges Versagen

Hier sei auch noch explizit auf die unerklärliche Selbstheilung des Kühlerlochs im Rover hingewiesen!

Alles richtig gemacht, geht's zur letzten Challenge: Die Abschlussfeier und Siegerehrung im Royal Automobilemuseum.
Hier erwartet uns, zum Beginn um exakt 19:00h, eine bereits begonnene Veranstaltung mit Musikercorps und Tanztruppe der jordanische Armee, hauptsächlich ausgeklügelten Reden des OKs in deutscher, englischer und arabischer Sprache und einem, viel zu spät beginnenden Buffet für über 500, in den Startlöchern scharrenden, hungrigen Teilnehmern.
Bier gibt es leider keins, denn zur Auszeichnungsverleihung sind ranghohe jordanische Persönlichkeiten aus Königshaus, Hilfsorganisationen, Polizei und Armee anwesend. Öffentlicher Alkoholkonsum ist verboten,
und offizieller geht's wohl kaum!
Zunächst in einer jordanischen Upper-Class-Tisch-Gruppe platziert, werden wir an einen anderen direkt neben der Bühne komplimentiert, um Bekanntschaft mit den Fähigkeiten des Tonmeisters zu machen. Alle Regler gen Unendlich gedreht, legt der erste Dudelsackton uns gleichmal den Regler unseres Hörvermögens gen Null.
Am Buffet bringt das Vorteile, denn man hört die Proteste beim Vordrängeln nicht.
Leider ist das Buffet auf Massenkompatibilität ausgelegt, denn alles wurde schon besser gewürzt gegessen.

Da unsere Einstellung nie danach ausgerichtet war, hier Erster werden zu müssen, konnten wir am Ende auch - trotz etwas undurchsichtiger Bewertungskriterien - die Entscheidung des OKs akzeptieren.

Der undankbarste Platz im Leben eines Sportlers - knapp-vorbei-ist-zwar-auch-daneben-aber-"Dabei ist alles!"-und-wir-durften-soviel-kennenlernen-an-unserer-Teamfähigkeit-arbeiten-und-haben-sowohl-Maschine-heil-hin-wie-Mensch-heil-
zurück-gebracht - und deshalb feiern wir mit Euch unseren spektakulären 4.Platz!

Erstmal nur virtuell, aber doch dann auch persönlich bei dem sicher bald folgenden Nachbereitungs-und Informationsabend mit Impressionen von unserem Abenteuer.

Den Termin werden wir frühzeitig bekannt geben und freuen uns auf Euch.

Andre, Andreas, Falk, Frank, Mattias und Sebastian

Rallye-Tagebuch Tag 14

22. Mai 2010

Nach 2 Tagen geht's zum Hardcore-Kulturing nach Petra.
Wie immer bei strahlendem Sonnenschein, stehen wir um 7:15 h an der Kasse("Rabatt für Rallyeteilnehmer gab's nur gestern"!), zahlen 36,66€ pro Mann Eintritt und steigen den gesamten Vormittag über jedes verdammte, sehenswürdige, antike Sandkorn.
Kleiner Tip am Rande: Ab November kostet's 55,55€!
Summa summarum erklimmen wir an die 2000 Höhenmeter. Eselvermieter, die am Wegesrand lauern und ihre geschundenen Tiere zu ortsüblichen Wucherpreisen feilbieten, lassen wir links liegen. Selbst steigt der Mann! Doch selbst 150kg schwere, kurzhosige Donutringe, aus einem bestimmten Land jenseits des Atlantiks, sind sich nicht zu schade diese Dienstleitung in Anspruch zu nehmen. Was würden wohl die weightwatchers und der Tierschutzbund dazu sagen? Auch von Sonnenschutz für Kleinkinder hat man scheinbar noch nicht allzu viel gehört!
Um 13:00h sind alle dehydriert und froh zu sehen, daß wir wieder fast alles richtig gemacht haben, denn einige spät aufgestandende Teams beginnen jetzt erst ihre Tour. Viel Spaß! Aber atemraubend beeindruckend war's schon!

Rallye-Tagebuch Tag 13

22. Mai 2010

SCHWARZ ROT TOT

Nach dem schwarzen-, besuchen wir die zwei anderen Binnen?meere des Orients.
Die Wüste verlassen wir bei unveränderter Temperatur (Bereich Pellkartoffel) Richtung Aqaba, um unseren Beachurlaub anzutreten. Hier ist es auch im Schatten kaum auszuhalten: Die Abkühlung der Meeresnähe wird durch die Abstrahlungen der Großstadt wieder ausgeglichen.Trotz Sonnenschutzfaktor 200 fällt dem Ein oder Anderen bestimmt bald die Haut vom Leib.
Aber auch im, nur etwas Abkühlung bringenden, Meer ist Vorsicht geboten.
Fußkillender Korallensand und Steinfische erschweren den Zugang. Das Hotel mit Eilat-Blick bietet, bis auf das Frühstück, gute Entspannung. Dies kleine Manko füllen wir mit superleckerem lokalen Essen direkt aus der Nachbarschaft. Das Bier kommt kalt aus dem zimmereigenen Kühlschrank. Alles richtig.

Da die eingeflogenen Mädels noch nicht im nahe gelegenen Wadi Rum waren, fahren einige Teammitglieder nochmal ins atemberaubende Wadi Rum. Die Bilder sprechen für sich.

Rallye-Tagebuch Tag 12

11. Mai 2010

Vollgas auf dem „Camel Race Track“

Das Kamel weckt uns um 05:00 Uhr. Frühstück gibt’s erst spنter, vielleicht?! Wir müssen noch die andere Hنlfte der 30 km bewنltigen. Frohgemut schaffen wir 5 km und finden zielsicher das nنchste Sandloch. DANKE! Nix kaputt und der Spنher der Beduinen hat uns schon endteckt. Unser supergelassener Guide führt unseren Konvoi über Pfade, die keine sind, und die wir uns auch nie getraut hنtten zu befahren. „Follow me, no problem – I drive here last night 120 km/h“. Vorher lobt er unsere Opel mit „As strong as Mercedes“ und lنsst in unseren Reifen gerade mal 0,5 bar. Wie Bergziegen meistert sogar unser tiefergelegtes Sorgenkind, der Rover Vitesse, jede Hürde mit Beduinengelassenheit. – So geht’s! – Nach viel zu kurzer Fahrt treffen wir im Wüstencamp ein. Müll, Alkohol noch immer in der Luft und andere Dinge auf dem Boden. Super Entscheidung hier nicht übernachtet zu haben. Auch unsere Türgriffe sind nicht zugeklebt. Frühstück? Nix da! Ab zur Geschicklichkeitsprüfung, zu der Biertrinken NICHT gehِrt und gefürchteten 8km Pistenrennen gegen die Uhr, direkt neben der Kamelrennbahn. Als drittes Team starten wir in der morgentlichen Wüstenkühle (28 Grad). Die Letzten starten bestimmt erst um 15:00 Uhr. Auch hierfür wird dem Teamchef gedankt. Wieder einmal hat er seine richtigen Entscheidungen rigoros durchgesetzt. Wir umfahren Wasser- nein keine Bierkanister im Slalom und brettern mit allen drei Haltbarkeitsgaranten mit 120 km/h nebeneinander über die endlosen weiten des Wadi Rum. Bestimmt auch mit einer hervorragenden Zeit. Was fehlt? Ach ja, das Bier für’s OK! Roadbook abgegen, hiermit ist die Allgنu-Orient Rallye für uns offiziell beendet. Schade, schon vorbei, aber es fehlt immer noch etwas. Richtig! Frühstück gibt’s an der Tankstelle zum ewigen Sandkorn in Form einer widerlichen Biskuitrolle aus der verschweiكten Plastikfolie. Dafür kein Danke.

Der Urlaub startet in Aqaba.

Rallye-Tagebuch Tag 11

11. Mai 2010

Spirit of Frankfurt atmet jordanischen Wüstensand

Gestern Abend gegen 21 Uhr, nachdem alle Aufgaben erledigt waren, verlieكen wir Damaskus, um uns ein Hotel nahe der syrischen Grenze zu suchen, denn ab 07:00 werden wir in Jordanien erwartet. Gelandet sind wir Daraa, 10km vor dem ـbertritt. Die Hotelsuche gestaltete sich schwierig, da auch andere Teams auf die selbe Idee gekommen sind, aber da wir auch in Sachen Hotel-Scouting einen echten Pro im Boot haben, haben wir auch hier eine handbreit Wasser unterm Kiel. Somit ist das obligatorische Doppelzimmer diesmal eine Dreibettsuite, ohne Fensterِffnungsmِglichkeit. Egal – das Roadbook und der Blog wurden in der Hotellobby mit 20 anderen Teams und warmem Bier vervollstنndigt. Die nنchste Runde war dann eiskalt, denn unsere stuckbesetzte Unterkunft bot sogar einen Kühlschrank.
Abfahrt 07:00 Uhr, nochmal volltanken, um die letzten Kujambels des Landes loszuwerden. Ganz tolle Idell! An der Grenze wird die Ausreise-Steuer fنllig und so muss der Finanzius nochmal zum Loch in der Wand. Damit büكen wir unsere gute Position im ersten Zehntel ein und werden nach hinten durchgereicht. Ganz so langwierig und nervenzنhrend wie bei der Einreise lنuft’s nicht und wir werden nach zwei Stunden mit einem freundlichen „Welcome to Jordan“ begrüكt.
Hier dauert der Formalienkram nochmals 2 Stunden und wir starten ab zum Wadi Rum. 380 km auf dem Desert Highway, der seinen Namen voll zu Recht trنgt. Seiten- und Gegenwind, der den Spritverbrauch auf das Doppelte steigert und plِtzliche Sandbنnke, sowohl auf der Strasse wie auch in der Luft. Sicht gleich Null. Grobe Richtung Süden, bis die Polizei uns rauswinkt, um uns auf dem, anfنnglich noch als Feldweg zu bezeichnenden, Wüsteneinstieg zu bitten. Die Kaffeefahrt hat abrupt ein Ende. Kamelgeile Steberteams stecken bis zur Stoكstange im Treibsand. Hier hilft kein Navi wie auch keine Klimaanlage. WIR schicken den Chef mit der Funke zum Route-Scouting. Aber auch uns erwischt’s! Einmal falsch abgebogen oder zu langsam, schon liegen die SoFas im Sand. Bei einbrechender Dunkelheit und nach der dritten Ausgrabung per Hand, beschlieكen wir und zwei andere Teams unser Nachtlager in der gemeinsamen Wagenburg aufzuschlagen. Es gibt eiskaltes Bier, dass unser Minister für Zahlungsverkehr organisiert hat, nachdem er versehentlich die Kühlbox bei 45 Grad Auكentemperatur auf Heizen gestellt hat. Dazu Chili-Hühnersuppe und Worscht vom Vadder. Danke and Team Hambajo und die Dreierflotte. Die Lagerfeuerromantik wird durch die Live-Performance unseres Team-Songs unterstrichen. Um 00:00 Uhr sind alle Lampen auf rot und geschafft wird die Taschenlampe ausgeknippst. Ein ausgesprochenes Dankeschِn geht an das OK, dass 500 unvorbereitete Groكstنdter auf so ein Terrain los lنsst. Wenigstens schicken sie uns Beduinen mit ausgezeichneter Wüstenkenntnis und Gelنndewagen. Ohne die Jungs würden wir vermutlich immer noch mit Achsbruch im Nowhere-Land festsitzen. Auch die, vom Pelikan angeschweiكten massiven Motorschutzbleche taten gute Dienste. Sonst würde auch unser ضl in der jordanischen Wüste versickern. Uns wurde schlecht, als sie mit dem Spruch „I drive – no problem“, die mittlerweile so liebgewonnenen Rentner mit Vollgas im 1 Gang über Strauch und Stein und über jedes eingrabgefنhrdende Tiefsandgebiet prügelten. Wenn garnix mehr ging – Seil und Toyota Landcruiser – Dank auch an euch Jungs! „Jalla jalla“

Hier die Bilder dazu:

Durch die Zeiten, durch die Welten.

Palmyra 07:30, das bestellte Fruehstück faellt erstmal aus, da der Wirt in der Lobby auf der Couch pennt und auch keine Anstalten macht aufstehen zu wollen. Also ist Abfahrt „ohne“ angesagt – Halsparade – Superstart! Murphy ist auch schon früh wach und so schlنgt sein Gesetzt das zweite mal zu. Aus dem Kombi laeuft der Sprit auf den Asphalt. Und jetzt? Der Pelikan hat keinen Schlauch dabei!Probleme gibt es nicht, sondern nur Loesungen. So wird der ortsansaessige Schlaufreparateur aktiviert, der in Windeseile die Loesung für nen Fuenfer installiert. Und siehe da, der Schlauch ist sogar bembel-blau (ps. „from America – very good“) und das Fruehstück auch fertig.
Videotermin bei den alten ueber- und nebeneinander gestapelten Steinen der Tempelanlage von Baal. Die Ueberbleibsel lassen nur erahnen, wie viel Pracht und Prunk bereits vor 2000 Jahren in dieser Tiefebene existiert hat.
Als wir die Stadt verlassen, ist Konzentration angesagt – einmal falsch abgebogen und schon im Iraq! Weiter geht’s auf die Wuestenpiste (Route 66) nach Damaskus. Ankuft 14:00 totales Verkehrschaos, aber dies scheint der Normalzustand zu sein. Wer bremst, verliert und wer die lauteste Hupe hat, gewinnt.
Wir laufen die gesammte Altstadt nach einem Fotolabor für unsere Roadbook-Kamera ab. Im Prinzip war es nicht verwundernswert, dass ein Syrianer nach kurzer Problemschilderung uns an die Hand nimmt und in den 3. Stock des 5. Hinterhofs der 7. Nebenstrasse fuehrt und dort wie selbstverstaendlich dem 73-jaehrigen Foto-Pro erklaert was wir wollen. Bis zur vereinbarten Abholung der entwickelten Fotos um 20:00 gibt’s delikates „Kebbeh on Yoghurt and Rice“, einen Moscheebesuch in der faszinierenden Umayyad Moschee erbaut um 705 nach Christus und einen Lavazza-Cafe auf der Moschee-Piazza aus dem vorgewaermten Pappeierbecher für umgerechnet 3 EUR. Letzteres sprengt unsere WG-Kasse und der Finanzminister geht beim Team 17 erfolgreich betteln…
Wir entschlieكen uns kurzerhand Damskus den Ruecken zu kehren und uns in Daraa einzuquartieren, um uns in die Pol-Position für den für morgen geplanten Grenzuebertritt nach Jordanien zu bringen.

Hier die Eindruecke aus Palmyra und Damaskus.

Rallye-Tagebuch Tag 9

8. Mai 2010

Barfuß durch Syrien.

Gestern kamen wir ca. 14 Sekunden nach Torschluss, aber heute hat’s dann geklappt mit der Zitadellenbesichtigung in Aleppo. Mit dem letzten Tropfen Sprit im Rover zur Apotheke, um den heutigen Ausfall mit Virulalexdings zu versorgen. Nächstes Ziel Salamieh. Schneller als auf deutschen Autobahnen geht’s 350 km straight durch die Wüste. In sagenhaften 3 Stunden und 17 Minuten. Viel gibt’s nicht zu sehen, bei gefühlten 65° Innentemperatur, außer vielleicht die überbordende Ausnutzung der Lkw-Kapazitäten mit sperrigen Ladegut. In Salamieh finden wir unseren Bestimmungsort wie gewohnt, zielsicher und schnell, um endlich unseren Samariterauftrag zu erfüllen. Wir übergeben in einer Einrichtung für Kinder mit Behinderung unsere Rollstühle und Spielzeuge. Das Lächeln der Kinder spricht für sich.

Um das Routen-Zick-Zack zu komplettieren, essen wir eine Kleinigkeit in Homs und machen uns auf den Weg nach Palmyra. Kurz vor den Stadttoren werden wir vom freundlichen Tankstellenpersonal zum Tee eingeladen. Palmyra „Der Garten Eden“ ist bereits ausgiebig touristisch erschlossen – ein relativer Tiefpunkt auf syrischem Boden.

Hier sind die Eindrücke des Tages:

Rallye-Tagebuch Tag 8

8. Mai 2010

Drei Stunden spaeter erhob sich die Stimme des Captains zum Weckruf, die komischerweise von niemandem als laetig empfunden wurde. Die Stimmung stimmt, und so auch die Frisuren. Zum allerersten Mal wird die Camping Küche aktiviert, um Kaffee und Tee am Straكenrand zu servieren. Neugierige Kinder stellen die ersten Kontakte zur syrischen Bevِlkerung dar. Anfنnglich etwas scheu nehmen sie dann freudig unsere Prنsente entgegen. Wir müssen den Ort verlassen, um nicht am ersten Tag schon alles zu verteilen, ob des wachsenden Interesses. Die einzige Straكe führt uns nach Aleppo, ins Hotel, in dem Frank und André eine Garage als Bad im Zimmer stehen haben und uns der Chef im Schlafanzug empfنngt, den er den ganzen Tag nicht ablegt. Der erste Eindruck der Grenze wird komplett durch die unerwartete Offenheit und Kontaktfreudigkeit der Bevِlkerung widerlegt. Sei es der Busfahrer, auf dessen Haltestelle wir parken oder der Reifenhنndler, der uns für kleines Geld in Windeseile unserer Reserverad flickt oder der Mullah, der uns eindeutig zu verstehen gibt, dass gerade wir noch in seiner Moschee gefehlt haben. Kinder sammeln sich ums sich fotografieren zu lassen und freuen sich als wنre Weihnachten. Und das alles passiert, in einer spielerischen Leichtigkeit, die wir bisher nicht kannten. Auch traditionell gekleidete Frauen senden gastfreundliche Blicke aus. Ein Grund kِnnte sein, dass auf unseren Team-Shirts in arabischen Lettern das Wort „Freund“ unter unserem Namen steht, oder aber auch an den freundlichen Bembel Cars, deren Lackierung an die Schrift des Landes erinnert. Keiner weiك es genau, aber es ist schِn hier!
Eines der Highlights des Tages stellt der Besuchs eines Hammams in der Altstadt dar, an der unser Navigator aufgrund einer alten Kriegsverletzung leider nicht teilnehmen konnte. Die Besserung ist in Sicht, nicht zuletzt durch das aus der Türkei mitgebrachte gezapfte Bier, welches wir aus Flaschen trinken – ؤppler gibt es hier leider nicht. Vieleicht ja morgen in der Oase von Palmyra?!
Da wir noch auf der Suche nach einem Internet-Cafe waren, hat sich unsere Berichterstattung etwas verzِgert. Sorry und viel Spaك beim kommentieren.

Rallye-Tagebuch Tag 7

8. Mai 2010

Team SoFa macht Schlagzeilen in Tarsus

Nach dem herausragen zweiten Platz in Istanbul sorgt Spirit of Frankfurt wieder für Furore.
Mit einem guten türkischen Frühstück im Bauch, die Nadel auf Süd-Süd-Ost zum Charity Termin in die نlteste Stadt der Welt. In Tarsus, der Partnerstadt von Langen übergeben wir das Bügermeistermitbringsel an seinen türkischen Amtskollegen Kocamas. ـberwنltigend herzlich empfangen und über den Tag begleitet, werden wir von Cherife Hasoglu, der Stadtverordneten von Tarsus. Die uns sofort in ein, am Wasserfall gelegenes, kühles Restaurant ausführt. Nach einer 10.000 Jahre alten Sitte übergeben wir unsere persِnlichen Wünsche dem Fluك, die laut Cherife immer(!) in Erfüllung gehen. Sehr angetan vom vِlkerverstنndigenden Charakter der Rallye bringt sie uns mit ِrtlichen Vertretern des Rotary-Clubs zusammen, denen wir, nach einer dreiviertelstündigen Audienz bei Bürgermeister, einige Kisten gespendeter Kinderspielzeuge des Lions Clubs Offenbach Rhein-Main überreichen.
ـbrigens Bürgermeisterempfang – ganz groكes Medien-Kino!!! Pressevertreter von Funk und Fernsehen verbreiten unseren Spirit in der Region (weitere Infos unter www.tarsus.bel.tr – das sollte der Artikel sein: http://www.tarsus.bel.tr/haberler/haberler.jsp?id=1856 ). Die anschlieكende Führung, unseres überaus eloquenten Tourismusbeauftragten von Tarsus, brachte ungeahnte historische Highlights zu Tage. Auf den Spuren von Cesar und Hadrian überquerten wir, in der Geburtsstadt des Apostels Paulus, die antike rِmische Seidenstraكe zum Chleopatra-Tor. Nach 3 Stunden und Informationoverload mussten wir leider schon aufbrechen, obwohl wir sehr gerne in der Stadt geblieben wنren, die uns wie eine groكe Familie ins Herz schloك. Selbst ein geplantes Show-Rennen mit dem ِrtlichen Rallye-Club mussten wir leider absagen.
Fokusiert auf das Hauptziel unserer Mission, hinterlieكen wir die Gastgeber mit Trنnen in den Augen, und dem festen Versprechen, wiederzukommen.
Trotz Reifenpanne erreichten wir, gleichzeitig mit den anderen 100 Teams die stacheldrahtbewehrte syrische Grenze um 01:00 Uhr morgens. Verlassen konnten wir sie erst um 04:00 Uhr, nach 365 EUR Gebühr inkl. Bakhshish, 6 voneinander unabgestimmten Kontrollposten mit reichlich Stempeln und grimmigen Gesichtern und einem dadurch undurchdringlichen Chaos. 5 km weiter legten wir uns ausgelaugt, aber zufrieden im Auto aufs Ohr.

Hier die Eindruecke des Tages:

Rallye-Tagebuch Tag 6

5. Mai 2010

Ab jetzt in Asien unterwegs – Team SoFa mischt die Spitze auf.

Bevor wir Istanbul verlassen dürfen, muss eine spezielle Sonderprüfung absolviert werden. Ein Zeitrennen mit Les Mans – Start zur morgentlichen Rush-Hour quer durch die Stadt zur Blauen Moschee. Und wo sind die alten Rüben gelandet – auf dem Treppchen! Durch herausragendes Location-Scouting, einzigartigen Teamgeist und ungeahnten fahrerischen Leistungen wurde es ein verdienter zweiter Platz. So kann es weitergehen!

Auf die Fähre und ab nach Asien.

Durch die Berge des Soguksu-Nationalparks zum Fernsehtermin nach Ankara. Dort sollten wir ein türkisches Lied live im TRT präsentieren. Nach verknoteten Zungen beim üben, mussten wir, und auch einige andere Teams feststellen, dass die etwas unorthodoxe Planung und die fahrerische Unzulänglichekeit des OKs dazu führte, dass wir ca. 2h vor den Offiziellen am Zielort eintrafen. Somit war nix mit der Live-Übertragung und wir verließen Ankara nachdem wir unsere eigene Videokamera an den Start gebracht haben.

Über erstaunlich gut ausgebaute Straßen führte uns der Weg vorbei am wunderschöne Tuz-Gölü Salzsee. Natürlich mit Sonnenuntergang. Stop des Tages Aksaray – es grüßen Euch die Onks des Tages.

Rallye-Tagebuch Tag 5

4. Mai 2010

Day Off mit Hammam, Hafenfisch und Hinterhofdachterrassenmitblickaufblauemoscheebier.

Rallye-Tagebuch Tag 4

4. Mai 2010

Der Tag, an dem der vierte Topf ausfiel…

24h, Karpaten, totale Erschöpfung, last Exit Schimmel-Motel, einziges Highlight bestehend aus einem türkischen Mokka und nix dazu geht’s ab nach Bulgaristan über Strapaßen, die den Namen nicht verdienen, da sie nur aus schienenbeintiefen Straßenkratern bestehen.

Die Überraschung erwartert uns in Bulgarien. Eine von unserem Team-Captain perfekt geplante Privatunterkunft in Varna an der Schwarzmeerküste. Fisch essen mit anschließender Abkühlung in einer schnuckeligen heißen Quelle direkt am Strand und Bier.

Ein Frühstück, dem kein Superlativ gerecht wird und ebenso genialen Care-Paketen von unserer perfekten Gastgeberin Sezong. DANKE!
Den Abschied von Bulgarien krönt die auch durchaus schnuckelige Tankwärterin kurz vor der Grenze zur Türkei.

Nach erwarteten Schwierigkeiten beim Übertritt, gestaltet sich dieser doch sehr entspannt. Auf autobahnähnlichen Straßen wird gemetert, um einen geeigneten Pick-Nick-Platz zu finden.  Nach mehrfachen Vertreibungen der durchaus freundlichen türkischen Firmenparkplatzaufsehern, gibt’s Brote am Straßenrand. Auch gut – satt!
Ankunft in einer der aufregendsten Städte der Welt – Istanbul.

Hier die Bilder vom Weg nach Istanbul:

Rallye-Tagebuch Tag 3

3. Mai 2010

Und hier die restlichen Bilder aus Rumänien und die ersten aus Bulgarien/Varna:

Und hier ein kleiner Eindruck von den rumänischen Straßenverhältnissen (Datei herunterladen und dann in mp4 umbennen, da hier momentan kein Video upload möglich):

SOFA_ROMANIA_2010-05-03_rename-to-mp4

Rallye-Tagebuch Tag 2

3. Mai 2010

Hier sind die ersten Bilder aus Ungarn und Rumänien: